Mit Klarheit zum eigenen Ich

Viele Menschen haben das Fühlen verlernt und übrig bleibt dann nur noch ein hartes Dasein, das dich als Mensch am eigenen und wirklichen Sein hindert.

 

Da die Gefühle dich durch dein Leben begleiten, hast du die Chance und die Möglichkeiten, durch das Verstehen und das Wahrnehmen deiner eigenen Gefühle, die dir in Situationen und Begebenheiten begegnen, die Gefühle die in dir hochsteigen und dir als Tipp oder Hinweis zur Seite stehen möchten, zu erfahren. Dieser Weg, der dich scheinbar am wahren und leichten Sein hindert, könnte durch das Fühlen der Gefühle, von dir Selbst in den kleinsten Situationen erkannt und verwandelt werden.

 

Gefühle sind nicht dafür da, uns das Leben schwer zu machen, vielmehr haben sie die Aufgabe, die Hochs und die Tiefs zu erkennen (warum, weshalb, wieso) und dadurch den Weg Frei zu machen, für ein Dasein voll Liebe, Freude, Zuversicht und Glück.

 

Das einzige was die Gefühle benötigen, Achtsamkeit, Verstehen und einen starken Partner an ihrer Seite, damit das Leben gelingen kann.

Dieser wahre und starke Partner solltest du sein. Du solltest beginnen, mit allen Sinnen, die dir zur Verfügung stehen, mit allen Gefühlen, die in dir aufsteigen und für dich ein Wegweiser sein möchten, mit all den Wundern, mit denen dein Körper ausgestattet ist, dein Leben zu feiern, zu genießen und vor allem zu leben.

 

Mit all unseren Werkzeugen, Körper, Sinne, Gefühle usw. sollten wir, jeder einzelne von uns, in der Lage sein, das eigene Leben in vollen Zügen auszukosten. Stattdessen kämpfen, betrügen, belügen und bescheißen wir uns Selbst und können die Spiegel, die wir im Außen, von der Welt und unseren Mitbewohnern bekommen, nicht einmal mehr erkennen. Du hast deine eigene Lebenskarre schon so tief in den Dreck gefahren, dass du dich dermaßen schämst, wenn dich die anderen so dreckig sehen würden.

 

Eine weitere Angst, die Tief in dir verankert ist, ist die Angst enttarnt zu werden, entblößt zu werden, dass sich die anderen lächerlich über dich machen, sie dich abweißen, verstoßen, klein machen und dich nicht wirklich wahrnehmen. Die Beschäftigung mit deiner Außenwelt, und mit dem was um dich herum alles passiert, lassen dich vergessen, dass du das Individuum bist, um das es in Wirklichkeit gehen sollte.

 

Aber nein, du schaffst es immer wieder, dich nur auf andere zu konzentrieren, anderen zu helfen, obwohl sie vielleicht gar keine Hilfe haben wollen oder brauchen und wunderst dich dann, wenn du von diesen anderen, denen du helfen wolltest, des Platzes verwiesen wirst.

Durch dieses einmischen in alles was dir so begegnet, entgeht dir dein eigenes Leben und du fragst dich warum es dir nicht gelingt, deine ganze Kraft für dein Leben einzusetzen.

 

Doch dieser Weg, dich um alles zu kümmern was dich umgibt, ist nur ein Ablenkungsmanöver von deinem eigenen Leben. Du lenkst dich ab von deinem Leben, vom Wesentlichen, vom Ich, vom Selbst, denn du bist es, der alles besitzt, was du in Wahrheit für dein Leben benötigst. Hier darfst du erkennen, ohne dich gibt es das nicht, was du Leben nennst. Oder auch anders formuliert, wenn der Blickwinkel auf dein Leben in die andere Richtung weisen würde, wäre das Leben, das du führst ein anderes.

 

Genau darum geht es, um das Bewusstsein, die Klarheit zu erlangen, dass das Leben, das du führst, von dir gesteuert wird und nur von dir allein, denn es gibt niemanden auf diesen Planeten Erde der dein Leben leben kann, genauso wie kein anderer Mensch wahrhaft in dein Leben eingreifen kann, wenn du es nicht willst.

 

Dieses Bewusstsein ist dir mehr und mehr abhanden gekommen, du hast dich immer mehr auf einen Pfad begeben, der dich als Opferlamm dastehen lässt, der dich, durch den Glauben das alles gesteuert wird, zurücktreten lässt und du die Welt durch eine Brille betrachtest, die schmutzig, verschmiert, zerkratzt und total verschwommen ist. Einige Menschen befinden sich schon so Tief in ihrem Sumpf, dass bereits Krankheiten, Unfälle und Süchte ihren Weg kreuzen und das Paradoxe daran ist, dass sie immer wieder neue Ausreden finden, um sich nicht selbst betrachten zu müssen, sondern immer die anderen dafür schuldig sprechen, das es ihnen so geht wie es ihnen gerade geht.

 

Die meisten Menschen, die mir in meiner Zeit und auf dem Weg durch den Dschungel der Gefühle und ihrer anhaftenden Geschichten begegnet sind, waren so unterschiedlich, so einzigartig aber auch so widersprüchlich, dass ich sehr oft aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Der größte Teil dieser Menschen hat sich so verstrickt in das Leben, dass sie scheinbar so leben müssen und können kein Licht und keinen Ausweg mehr finden. Sie erkennen diese Verstrickungen und scheinbare Steuerung von Außen, als so hartnäckig und wegweisend für sich an, dass sie selbst wenn sie einen kurzen Moment aufs eigene Leben treffen würden, den Kampf und die Ablenkung suchen.

 

Denn das eigene Leben durch die Klarheit des eigenen Selbst und die Klarheit des eigenen Ichs zu sehen, ist, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, erst einmal langweilig, öde, einsam und deprimierend, weil wir diesen Kampf und die Ablenkung gewohnt sind.  Außerdem befinden wir uns noch in einem scheinbar von Außen gesteuerten Leben, in dem unser Verstand, bestimmte Wörter und Sätze als Erklärung benutzt, um die Gefühle zu verwirren, wie zum Beispiel, das Leben ist kein Wunschkonzert.

 

Aber ich kann doch nicht.

Aber wenn die Politik/Pharma/Religion ...

Diese Krankheit habe ich geerbt.

So ist es mir anerzogen.

Ich hatte eine schreckliche Kindheit.

Die Statistiken beweisen es doch.

Aber die hat gesagt, der hat gesagt, dass ...

Das war doch nicht ich.

 

Solange du diese Sätze benutzt, befindest du dich im Außen und versuchst mit allem was dein Wissen und dein Verstand her gibt, dich von allem freizusprechen. Nur damit du nicht wirklich mit dir als Mensch in Berührung kommst. Denn du ahnst großartiges, einzigartiges, glaubst aber nicht wirklich, das es in dir steckt. Denn das was deine Mitmenschen dir aufzeigen und das was du im Außen wahrnimmst, sie dir sagen und aufzeigen ist etwas anderes.

 

Wir alle kennen diesen Spruch: So wie im Inneren, so wie im Außen. Deshalb versuchst du das Außen zu verändern, zu beschönigen oder zu beeinflussen. Leider hast du noch nicht bemerkt, dass dieser Weg, vom Außen zum Inneren nicht wirklich funktioniert . Denn es geht nur über das Innere zum Außen.

 

Somit erklärt sich vieles, viele Situationen und Begebenheiten von ganz alleine, wenn du dich deinem eigenen Ich und deinem eigenen Selbst zuwendest und verstehst, wie deine Gefühle dich unterstützen können, werden die einzelnen Situationen, Begebenheiten, Probleme sich in dir und im Außen von dir Selbst verändern lassen.

 

In Liebe Sabine Glaser

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